Montag, 9. Dezember 2013

Slapstick auf dem Mauerweg (100 Meilen 2013)

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nochmal probiert
von fußgängern überholt
keine lust auf 100km spazieren
Plus
monalicher newsletter
drei dropbags: schönes präsent
bild vorher, für die zwischenzeiten
pfeile auf der straße, zu dünn
oft umhergeiirt
umgeschaut, ob die verfolger selbe richtung laufen
offensichtlich falsche einzeichnung bei km60
verpflegung vor und nach dem rennen (vegetarisch), vorher: hotel, dann auf sportplatz

minus
km 50, ein leerer becher, 5 verschlossene flaschen
kein haferschleim
käse- und wurstbrötchen zusammengedrängt auf engstem raum
roadmap oder roadbook (?) – zwei beidseitig kopierte seiten mit straßennamen
pfeile auf der straße, zu dünn
oft umhergeiirt
umgeschaut, ob die verfolger selbe richtung laufen
offensichtlich falsche einzeichnung bei km60
warum keine ordner an neuralgischen punkten
briefing dreisprachig fast zwei stunden
bei italienisch übersetzung wurde es laut, keine aufmerksamkeit
preis ne frechheit
rote welle am anfang
6.15 innenstadt, kein verkehr, aber wir halten an roten ampeln

info
comrade marathon als vorbild
arzt, sonnenbrand,
bei einigen sieht man da gern hin
im publikum sitzt conny und denke mir: ja das steht dir










Und bitte nicht vergessen...



 Ärztliches Attest zur Ausgabe der Startunterlagen mitbringen!
 Bei DUNKELHEIT sind das Tragen einer Lampe und einer Warnweste Pflicht!
 Briefing am Freitag (16.08.) um 19:00 Uhr im RAMADA Hotel Alexanderplatz
 Für Teilnehmer, die im RAMADA/H2 nächtigen, gibt´s einen Shuttle zum Start


Buckle - Nach dem Vorbild US-amerikanischer 100-Meilen-Läufe erhalten diejenigen Läufer, die die 100MeilenBerlin innerhalb einer Zeit von 24 Stunden erfolgreich beenden, eine repräsentative Gürtelschnalle (Buckle). Diese Tradition aus dem Heimatland der 100-Meilen-Läufe möchten wir gerne übernehmen.

C

Freie Fahrt - Die haben alle Teilnehmer der 100MeilenBerlin mit den Verkehrsmitteln des VBB (Busse, Straßenbahnen, U- und S-Bahn), allerdings nur bei Vorlage der Startnummer und in der Zeit von 04:00 Uhr (17.8.) bis 15:00 Uhr (18.8.). Freie Fahrten sind innerhalb der Tarifzone Berlin ABC möglich.


Pasta-Party - Die Pastaparty findet am Freitag, 16. August 2013, in der Zeit von 18 bis 19 Uhr im Hotel RAMADA am Alexanderplatz statt. Dort gibt es im Anschluss auch das Briefing sowie am Sonntag (18. August) auch die Siegerehrung.

Kurz vor dem Start der 100Meilen (17. August) gibt es zudem ab 4 Uhr ein reichhaltiges Frühstück, das im Startgeld für alle Teilnehmer enthalten ist.

Das offizielle 100Meilen-Partnerhotel ist das RAMADA Alexanderplatz

nächstes mal ne flinte und 100 euro mehr

dann noch ein wenig weitergehoppelt



Rennsteiglauf (2013)

Als ich kurz nach 20 Uhr bei strömendem Regen in Berlin ankam, hatten sich die Freunde schon zum Fußball-Fernsehabend bei Stefan versammelt, um das CL-Finale in großer Runde zu schauen. Ein wenig Aufmerksamkeit aber bekam ich dennoch ab, als ich von meinem beschwerlichen Abenteuer des Vormittags berichtet, als ich erstmals den Rennsteiglauf in Angriff genommen hatte.

Mit einer Mischung aus Staunen und Entsetzen vergewisserte sich Mike: “72km bist du gelaufen?!” Ich nickte. “Das ist ja von Berlin bis Frankfurt/Oder; das fahre ich ja noch nicht mal mit dem Auto”.

Ich wertete das als Kompliment. Selbst Freunde, die Einblick in das eigene Leben und die Strapazen der Vorbereitung haben, kann man schwer davon überzeugen, dass das Laufen über eine längere Distanz auch Spaß machen kann. Heutzutage, da jede/r einen Marathon in seinem Lebenslauf anbringen will, scheinen Strecken jenseits der 42,195km noch immer den Verrückten vorbehalten zu sein.

Auch ich hatte mich erstmals im Vorjahr auf die längeren Strecken vorgetastet. Im April 2011 kam ich das erste Mal mit einem Ultraläufer in Berührung: Auf einer Geburtstagsfeier traf ich Cornelius, der mir von seinem Spartahlon 2009 erzählte, einem Ultralauf über 248km, für dessen Finishen eine Begleitung notwendig ist. Also nochmal eine ganz andere Hausnummer. Zudem hatte ich nach Nicos langem Drängen ein Buch gelesen, das nachhaltigen Eindruck auf mich machte: Chris McDougall´s "Born to run". Dieses moderne Epos um Caballo Blanco und die Tarahumaras wurde zu einem wichtigen Begleiter damals und noch heute. Ein paar Seiten gelesen, und schon war ich bereit zu laufen.

Und so war es ein schöner Zufall, dass ich meine Premiere am Rennsteig zusammen mit Cornelius und Nico begehen konnte. Wir reisten zusammen an, hatten es in der Vorbereitung aber nur selten geschafft, mal zusammen laufen zu gehen. Zudem wurde unser aller Vorbereitung durch das Fehlen von Bergen erschwert. In Berlin gibt es zwei Berge im Grunewald und dann noch paar kleinere Hügel. Ich quälte mich im April die "Gelbe Runde" im Volkspark Prenzlauer Berg hoch, aber nach zwei Wochen hatte ich von extremer Mittagshitze und andauernden An- und Abstiegen auch genug.

Am Renntag selbst war ich eher müde als aufgeregt, da ich im Gymnasium kein Auge zugetan hatte. Überraschenderweise war es leicht, einen Platz dicht an der Startlinie zu ergattern, da ich nicht schon zum Anfang Slalom laufen wollte.

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Läuftst du noch oder gehst du schon? (Strongman Run 2013)

Eine Wildcard ermöglichte es mir, am ersten Mai-Wochenende am Strongman Run auf dem Nürburgring teilzunehmen. Ich hatte mir in Vorbereitung auf den Wettbewerb ein paar Videos im Netz angeschaut und dachte zu wissen, was mich erwartet: 2 Runden a 11km, dazu auf jeder Runde 15 Hindernisse, also ein bißchen hüpfen, ein bißchen krabbeln, ein bißchen gequält werden.
Am Samstag um 12 Uhr fiel der Startschuss. Da einer der Ordner seine Anweisungen zu ernst nahm, konnten wir erst 2min vor vor dem Start unsere Aufstellung in der ersten Reihe einnehmen. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wenn sich mehr als 10.000 Starter durch enge Passagen quälen müssen.

Die zu überspringenden Heuballen am Anfang, die einen nie einen Rhythmus finden ließen, die vielen Treppen, unterschiedlich tiefen Schlammlöcher, kombinierten Container-Seil-Hindernisse, all die alten Reifen, die zu überlaufen mich so unendlich viel Zeit kosteten – die Organisatoren hatten ganze Arbeit geleistet. Dazu noch zwei richtig extreme Hügel eingebaut, nach deren Überwindung ich mit gefühlten 3 km/h weiterlief und entschied, das Rennen an diesem Tag etwas ruhiger angehen zu lassen.

Um das unangenehmste Hindernis zu überwinden, musste man sich in einem 15m langen Gitter-Käfig fortbewegen; das ging nur auf allen vieren. Von der Decke hingen Papierstreifen herunter. Und ehe ich mich versah, hatte ich den ersten Stromschlag bekommen. Aber wie heftig! Das fühlte sich nicht an wie am Weidezaun; ich dachte, jemand hätte mir von hinten einen kräftigen Tritt versetzt. Ich sah mich um, aber da war niemand. In der zweiten Runde robbte ich extrem tief durch den Kies, aber es reichte trotzdem für insgesamt sieben Stromschläge.

In der zweiten Runde kollabierte das Rennen. Die Athleten, die sich auf der letzten Runde befanden, liefen (so schnell es eben ging), die Teilnehmer, die gingen, waren gerade auf ihrer ersten Runde. Und irgendwann standen wir alle. Somit wurde der Zieleinlauf zur Lotterie, da man sich als Überrundender nicht nur von der überfüllten Verpflegungsstelle ausgeschlossen sah, sondern auch vor den Hindernissen brav warten musste. Jetzt galt es, Wartezeiten zu überbrücken oder im Slalom durch die Gegend zu rennen. Zum Schluss hatte ich das Glück, in einer Dreier-Gruppe mitzulaufen, deren erster Mann gebetsmühlenartig sein Sprüchlein "Sorry, tut uns leid, Überrundung" aufsagte, worauf sich tatsächlich eine Gasse auftat.

Nach 2:18h erreichte ich das Ziel und stürzte mich auf das Erdinger Alkoholfrei. Die Idee, vor der Rückfahrt (670km) noch einmal zu duschen, hatte ich nicht exklusiv, so dass sich vor der Dusche, die zum hoteleigenen Schwimmbad gehörte, die schlammverkrusteten Klamotten und Schuhe stapelten. In der Dusche dominierte dann ein erdiger Braunton. Die Reinemachefrau schlug bei diesem Anblick die Hände überm Kopf zusammen und fluchte in einer mir unbekannten Sprache.
Auf der Rückfahrt erzählte einer der Mitfahrer, dass er den Krampf in seiner Wade ausgerechnet dann bekam, als sich der Pulk mal wieder gestaut hatte und er mit einem Bein in einer Schlammloch feststeckte. Armer Kerl!

FAZIT
Charakter: Autostrecke mit Hindernissen aufgepeppt, Verhältnis Laufen /Parcour etwa 80:20
Hindernisse: alles ohne fremde Hilfe machbar
Preis/Leistung: naja: 80€ für das Ticket + 70€ Fahrkosten (MFG) + Ü/F
Verpflegung: auf der 2. Runde von einem riesigen Läuferpulk versperrt
mal probieren: Braveheart Battle in Münnerstadt

Warten auf Ralf (Kienbaum 2013)



Es war bereitet: das who is who der deutschen Ultralauf-Szene hatte sich am zweiten April-Wochenende in Kienbaum eingefunden, um bei den 26. DM um Meisterehren zu kämpfen: der Sieger des Spartathlon (248km) von 2012 war ebenso am Start wie der Transeuropalauf-Sieger von 2009 ("I want to run" ) und dazu fast der komplette DUV-Kader (100km+24h). Zwei Läufer sollten am Samstag die 7h-Marke unterbieten, ein Dritter blieb knapp darüber; es wurde das erwartet schnelle Rennen.
Wie schon im Vorjahr fand der Lauf quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Im Vorjahr befand sich am Eingang zur Mensa ein Zettel, auf dem es sinngemäß hieß: "Liebe AthletInnen, sollten Euch morgen auf dem Weg Läufer begegnen, so hat das seine Richtigkeit. Sie laufen 100km, bitte feuert sie doch ein wenig an!" Bei der Pasta-Party am Freitag abend tauschte ich mich mit meinen Tisch-Nachbarn über lustige Wettkämpfe und Orte aus. Diesmal mein Favorit: der Marathon unter Tage in Sondershausen bei sauberer Luft und hohen Temperaturen. "Auch wenn der Hepe vom Berlin-Marathon dagegen gewettert hat", wie mein Gegenüber zu berichten wusste.

Am Samstag um 6.30 Uhr setzte sich der Pulk in Bewegung, um Haupt (100km)-, und Rahmenwettkämpfe (50km und Staffel) zu absolvieren. Ich lief nach meinem abgebrochenen Halbmarathon in FFM nur die halbe Strecke. Bis km 35 war alles im Lot, dann aber lief ich gegen die Wand und schleppte mich leer ins Ziel. Pünktlich zum Kräfte-Einbruch rief es mir aus dem Wald entgegen: "Sven, du siehst super aus!" Frechheit! Ich mühte mich ins Ziel, 3:33h bedeuteten an diesem Tag Platz drei. Die Siegerehrung verzögerte sich um 90min, da der Sieger ein ausgedehntes Nickerchen machte. "Wir rufen Ralph Preibisch!" tönte es unzählige Male über den Platz im Startbereich. Ich nutzte die Zeit, um mir den zu schnappen, der meinen körperlichen Zusammenbruch fröhlich ignoriert hatte. Ich sah also super aus? "Ich meinte doch deine Brille", entgegnete Holger schmunzelnd.

FAZIT
Charakter?: 5km-Runde auf Betonpiste im Waldgebiet
Preis/Leistung?: okay, 50€ Lauf + 30€ Ü/F
Verpflegung? Haferschleim zu viel + zu dick
noch einmal? evtl. Staffel
mal probieren: Unter-Tage-Marathon in Sondershausen

Finisher T-Shirts (2008)

Der Fluch des Breitensports und seiner Veranstaltungen nämlich sind die Finisher-T-Shirts. Ihretwegen nur schleppen sich Hunderttausende über die Marathondistanz in Richtung Ziel. Das Finisher-T-Shirt ist die Goldmedaille des kleinen Mannes. Als Lohn übermenschlicher Anstrengung bekommt man es in jedem Zielkanal jedes beliebigen Laufes umgehängt. Das wäre nicht sonderlich schlimm; schlimm ist nur, dass alle Finisher-T-Shirts eines verbindet: Ihr Design, wenn wir dieses Wort in diesem Zusammenhang verwenden wollen, ist zu 98,5 Prozent unfassbar missraten. (...) Diese ganzen Shirts hängen nun also bei uns Ausdauerjunkies im Schrank, und weil es selbstverständlich unmöglich ist, sich auch nur von einem einzigen dieser Zeugen athletischer Höchstleistungen zu trennen, sehen unsere Kleiderschränke aus wie Kleiderlager vor dem Abtransport ins Katastrophengebiet. (...)

Michael Eder: XXL-Männer in XS-Hemdem, in: FASZ, 10.02.2008, S. 18

Kalte Krieger (2007)



In Moskau starten ein amerikanischer und ein sowjetischer Athlet zu einem Marathonwettlauf. Der Amerikaner gewinnt, der Russe verliert. Die sowjetische Nachrichtenagentur TASS meldet: "In einem internationalen Marathonwettkampf errang die Sowjetunion einen ehrenvollen zweiten Platz, während die USA nur Vorletzte wurden."
Spiegel Spezial: Die 50er JAhre. Vom Trümmerland zum Wirtschaftswunder. 2007. S.3

Eine Sache von Sekunden (2002)


Pünktlich nach meinem Einzug in der neuen Wohnung in der Nordkapstraße wurde ich im Internet auf eine Veranstaltung meiner Wohnungsbaugesellschaft GSW aufmerksam: Diese veranstaltete in einem Hochhaus in Waidmannslust einen Wettlauf im Hochhaus.

Das Prozedere war einfach: Im ersten Lauf mussten zwei Runden a 200 Runden gerannt werden und dann hoch bis in den 8. Stock, beim zweiten Lauf eine Runde und dann die Treppen hoch bis in den 16. Stock.

Man startete paarweise und in gleichmäßigen Intervallen: Nach dem ersten Lauf wunderte ich mich etwas, dass mein etwas moppeliger Partner nur Sekunden nach mir ins Ziel kam. Nun gut, ich war jetzt nicht in Bombenform, aber dieser knappe Abstand gab mir dann doch zu denken.

Unten erfuhr ich dann von so Jugendlichen, dass ich ne Runde zu viel gelaufen sei: drei statt zwei Runden. Meine Zeit war okay, aber miserabel gegenüber den Spitzenzeiten. Ich hatte fast eine Minute Rückstand auf die Spitze.

Im zweiten Lauf war ich dann der deutlich Schnellste, nur konnte ich mir dafür grad mal nichts kaufen, da durch diese Dummheit alle Medaillen und Preise dieser Welt außer Reichweite geraten waren. Als gefühlter Sieger trank ich ein gefühltes Bier und legte mich schlafen.

Zählst du noch oder läufst du schon? (2004)

Pünktlich nach meinem Einzug in der neuen Wohnung in der Nordkapstraße wurde ich im Internet auf eine Veranstaltung meiner Wohnungsbaugesellschaft GSW aufmerksam: Diese veranstaltete in einem Hochhaus in Waidmannslust einen Wettlauf im Hochhaus.

Das Prozedere war einfach: Im ersten Lauf mussten zwei Runden a 200 Runden gerannt werden und dann hoch bis in den 8. Stock, beim zweiten Lauf eine Runde und dann die Treppen hoch bis in den 16. Stock.

Man startete paarweise und in gleichmäßigen Intervallen: Nach dem ersten Lauf wunderte ich mich etwas, dass mein etwas moppeliger Partner nur Sekunden nach mir ins Ziel kam. Nun gut, ich war jetzt nicht in Bombenform, aber dieser knappe Abstand gab mir dann doch zu denken.

Unten erfuhr ich dann von so Jugendlichen, dass ich ne Runde zu viel gelaufen sei: drei statt zwei Runden. Meine Zeit war okay, aber miserabel gegenüber den Spitzenzeiten. Ich hatte fast eine Minute Rückstand auf die Spitze.

Im zweiten Lauf war ich dann der deutlich Schnellste, nur konnte ich mir dafür grad mal nichts kaufen, da durch diese Dummheit alle Medaillen und Preise dieser Welt außer Reichweite geraten waren. Als gefühlter Sieger trank ich ein gefühltes Bier und legte mich schlafen.

Ja, wo laufe ich denn? (1985)

In der 1. oder 2. Klasse haben wir zum ersten Mal einen Langstreckenlauf absolviert. Die Strecke, die uns der Lehrer in der Sportstunde davor gezeigt und erläutert hatte, führte in einer großen Runde um unser Schulgelände und die Turnhalle.

Das wird so etwas mehr als ein Kilometer gewesen sein. In grünen Hemden und blauen Hosen machten sich also 14 Knirpse auf den Weg. Start und Ziel waren identisch, aus unserer Klasse war ich der Schnellste, setzte mich also an die Spitze und strebte einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg entgegen.

Ich näherte mich also der Ziellinie, überquerte sie aber nicht. Blieb stehen. Mein Sportlehrer rief mir zu, ich solle doch ins Ziel laufen. Hab ich nicht verstanden. Er hat noch acht Mal gerufen, jedes Mal schrie er etwas lauter. Für mich aber war der Lauf beendet, basta. Erst als Marcel S. mich überholte, habe ich so eine Ahnung eintwickelt, dass das Rennen doch noch weiterging. So bin ich immerhin Zweiter geworden.

An die Zensur kann ich mich nicht mehr erinnern. Es war dies jedoch der großartige Auftakt einer langen Serie des Scheiterns. Samuel Beckett wäre stolz auf mich.